Wie funktioniert ein Metronom für Klavier?

Grundsätzlich bieten sich das mechanische und das elektronische Metronom für Klavier an. Eine Übersicht über alle Metronomvarianten haben wir im Artikel „Was ist ein Taktell“ zusammengestellt. In diesem Artikel stellen wir das mechanische Metronom dem elektronischen Metronom für Klavier gegenüber.
 

Wie funktioniert ein mechanisches Metronom für Klavier?

Mechanische Metronome treiben mithilfe einer Feder ein Pendel an. Das gewünschte Tempo wird dabei über ein Gewichtsstück am Pendel eingestellt. Links und rechts vom Pendel befindet sich die Skala mit den Zählzeiten (beats per minute). Je weiter Sie das Gewicht auf dem Pendel nach oben schieben, desto langsamer zählt das Metronom den Takt ein. Dabei fällt jedes Klackgeräusch auf den Wert einer Viertelnote.
 

Bei mechanischen Metronomen entscheidet die korrekte Anordnung der Tempostriche über die Qualität des Taktgebers. Der Tempostrich markiert die Position, auf die das Gewicht geschoben werden muss, um ein bestimmtes Tempo einzustellen. Sind Tempostrich und Gewicht nicht exakt aufeinander abgestimmt, kommt es zu unerwünschten Abweichungen.
 

Das mechanische Metronom funktioniert wie ein mechanisches Uhrwerk. Um es in Gang zu setzen, muss die Feder mit Hilfe eines Schlüssels aufgezogen werden. Dieser befindet sich meist rechts am Gerät. Pendel und Ableseskala verbergen sich im Ruhezustand hinter einer abnehmbaren Tür.
 

Damit ein mechanisches Metronom präzise arbeitet, muss es auf einer exakt geraden Oberfläche stehen, da jede Schräglage den Pendelschwung beeinträchtigt. Außerdem hängt der gleichmäßige Schlag von der Präzision des Pendelwerks ab.
 

Wie funktioniert ein elektronisches Metronom für Klavier?

Elektronische Metronome erzeugen das Taktsignal durch einen Quarz. Aus diesem Grund werden sie auch als Quarzmetronome bezeichnet. Den Quarz muss man sich als einen Chip vorstellen, den sogenannten Quarzoszillator. Er besteht aus elektronischen Schaltungen und einem Schwingquarz in einem genormten Gehäuse. Wie jeder andere Chip braucht auch der Quarzoszillator Strom, da er zur Erzeugung stabiler Frequenzen eine stabile Spannung benötigt. Das elektronische Metronom funktioniert entweder durch Einsatz einer Batterie oder einer anderen Baugruppe, die Strom erzeugen kann.
 

Die Einstellung der Zählzeiten erfolgt je nach Fabrikat durch entsprechende Schalter bzw. Kippschalter. Die Anzeige der gewählten Frequenz erscheint bei digitalen Geräten in einem Display. Beim elektronischen Taktell von Wittner erfolgt die Tempoeinstellung durch ein Rad.
 

Viele digitale Metronome verfügen über eine Schnittstelle, an die Kopfhörer angeschlossen werden können.
 

Fazit

Im Gegensatz zum mechanischen Metronom für Klavier „tickt“ ein Quarzmetronom sehr genau. Es eignet sich daher besonders gut als Taktgeber.


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